Camper-Ehrenkodex: Nicht aufs Hotel ausweichen!
Nicht immer spielt auf unseren Campingausflügen das Wetter mit. Manchmal habe ich sogar den Eindruck, dass es nur auf dem Campingplatz regnet, wo wir unsere Zelte aufgeschlagen haben. Doch für uns alle gilt der Ehrenkodex: Ausharren und nicht aufs Hotel ausweichen.
Denn wir haben gemerkt, dass gerade bei schlechtem Wetter das Campen richtig Spaß macht. Da hat man nämlich keine nervenden Nachbarn, man kann lange Schlafen und es gibt nichts Erfrischenderes als eine morgendliche Dusche im Regen. Natürlich haben wir auch große wasserdichte Zelte und genügend Regenplanen, die wir zwischen den Zelten aufspannen können, um auch beim Hin- und Herlaufen zwischen unseren Unterkünften nicht nass zu werden. So können wir auch bei Regen grillen und brauchen anschließend nicht mal das Geschirr zu spülen. Es wird einfach nach draußen in den Regen gestellt und ist nach ein paar Stunden sauber.
Mit der Sonne kommen dann auch gleich wieder die anderen, weniger hartgesottenen Camper, die bei Regen lieber eine Unterkunft in Berlin aufsuchen, als am Stadtrand mal nasse Füße zu bekommen. Naja, bei manchen Zelten kann man das auch verstehen, die würden ja schon wegschwimmen, wenn mal mit der Spritzpistole drauf spritzt.
Aber ehrlich gesagt, sind wir nach einigen Tagen in der Natur auch wieder froh, in unser trautes Heim zu kommen, ein Bad unter fließend warmen Wasser und ein kühles Bier aus dem Kühlschrank zu nehmen und es uns auf unseren gemütlichen Schlafsofas bequem zu machen, ohne von Ameisen oder sonstigem Krabbelgetier gestört zu werden. Schließlich leben wir ja im 21. Jahrhundert und irgendwie fühlt man sich in sauberen Klamotten, mit elektrischem Strom, Internet und den ganzen anderen Dingen eben wohler.