Wohnwagen-Nostalgie

An dieser Stelle wollen wir einen nostalgischen Rückblick in die Anfänge der Wohnwagen-Geschichte machen. Sicherlich ist manchem von uns der eine oder andere Kult-Wohnwagen noch in Erinnerung. Der Richtigkeit halber müssen wir aber darauf hinweisen, dass es Wohnwagen schon vor der Erfindung von Diesel- und Otto-Motoren gab. Nämlich solche, die von Pferden, Ochsen, Eseln oder den Menschen selbst gezogen wurden. Ob Auswanderer, fahrende Zigeuner oder ganze Völkerwanderungen – die Wohnung auf Rädern war ein Teil ihres Lebens. Doch kommen wir zu den kultigsten Wohnwagen und Wohnanhängern der Neuzeit:

Airstream

Der Amerikaner Wally Byam entwickelte bereits in den 30er-Jahren einen der geräumigsten und leichtesten Wohnwagen, der von jedem normalen PKW gezogen werden konnte. Das Markenzeichen des Airstream war seine unlackierte aus Aluminium gefertigte Außenhülle. Das silber-metallisch glänzende Wohnmobil wurde bald zum Liebling der Durchschnittsamerikaner und zum großen Verkaufsschlager. Bis in die 60er-Jahre blieb sein Aussehen und seine Bauweise deshalb fast völlig unverändert. Auch in Europa wurde der Airstream der Traum eines jeden Campers. Bis heute wird dieser kultige Wohnwagen – allerdings noch leichter und technisch besser ausgerüstet als sein Prototyp – hergestellt.

Schwalbennest

Einen ähnlich großen Erfolg feierte der Mini-Wohnwagen des deutschen Architekten Herbert Knaus in den 60er Jahren. Das superleichte Schwalbennest konnte selbst von den kleinsten Wagen ohne Anstrengung gezogen werden und passte mit seiner kugelförmigen Optik genau zum Auto-Design der 60er-Jahre. Ob in den Bergen oder an den Küsten von Nord- und Ostsee – bald wimmelte es auf den Straßen und Campingplätzen von Schwalbennestern mit hübschen Gardinen an den runden Fenstern.

Eriba TROLLO

Ende der 60er machte der zweirädrige Eriba TROLLO Furore. Der große Wohnanhänger war aufgrund seiner guten Fahreigenschaften und Straßenlage vor allem für Fernreisen prädestiniert. Besonders häufig sah man ihn auf den Straßen über die Alpen Richtung Italien fahren. Im Inneren war mehr Platz als er von außen vermuten ließ: die Sitzecke ließ sich in der Nacht zu einem geräumigen Schlafplatz umfunktionieren und neben einer kleinen Kochecke war sogar noch Platz für Dusche und WC. Bei Fahrten in den Süden war man natürlich nicht auf den Innenraum angewiesen. Hier spannt man draußen lieber ein großes dreieckiges Sonnensegel auf und genießt „la dolce vita“.